Florian Simbeck will mit Witz und Demut in den Bundestag

Veröffentlicht am 17.10.2012 in Bundespolitik

Das war ein richtig erhebender Abend, am Montag, 15. Oktober, beim Löwenwirt in Freising. Florian Simbeck hat sich den Freisinger Genossinnen und Genossen als Bundestagsbewerber vorgestellt.
Bekannt in Bayern und darüber hinaus ist der 41-jährige als Komiker und Comedian, z.B. durch die BR-Serie „Stefan und Erkan“. Momentan steht er mit dem Kabarettisten Christian Springer in „Die Komiker“ für das Bayerische Fernsehen vor der Kamera. Was g´scheits g´lernt hat er aber auch – Jura hat er studiert.
Und so präsentiert sich im „Löwen“ ein smarter und witziger, ein intelligenter und nachdenklicher Kandidatenkandidat ...

... „Die Altersarmut liegt mir am Herzen – und da kann es doch nicht sein, dass sich von der Leyen mit einem derart dünnen Vorschlag vor den Bundestag und die deutsche Öffentlichkeit traut. Altersarmut entsteht bereits während des Arbeitslebens, wenn die Menschen mit Hungerlöhnen abgespeist werden oder als Leiharbeiter ausgebeutet werden. Ich erlebe dasselbe bei Schauspielerkollegen, bundesweit bekannten Schauspielern, die keinerlei Rücklagen bilden können, weil die Aufträge so spärlich und so unregelmäßig kommen.“

Ja, hier kann Florian auch anders. Nicht lustig, sondern ernst. Auch er selbst hat finanziell dünne Monate hinter sich: „Wenn 2008 meine Familie nicht so zu mir gehalten hätte…“ Seine Frau ist übrigens eine farbige Amerikanerin, von ihr plaudert er jetzt, aber wird gleich wieder ernst: „Meine Kinder sind sieben und neun Jahre alt – und wir denken, es gibt in Deutschland kaum Rassisten. Aber es gibt sie. Meine Kinder bekommen immer wieder was zu hören.“
Und dann fragt einer der Genossen nach Florians Haltung zur 3. Startbahn: „Da habe ich eine ganz bestimmte Haltung“, setzt er an und ehrlich gesagt, uns SPDlern fährt da ein halberter Hexenschuss in die Glieder. Alle sitzen wir da – unbeweglich. Und der Kandidat fährt fort: „Natürlich kann man so eine Startbahn bauen! Aber doch nicht hier, wo eh schon die Infrastruktur aus allen Nähten platzt. In Nürnberg vielleicht, wenn die so was benötigen. Aber hier in Freising – ich bin total dagegen!“
Dann steht er wieder da, grinst. Helle Hose, Hemd. Vor sich eine Radler Halbe. „Die Strategie für den Wahlkampf?“, fragt er. Zuhören. Den Menschen in unserem Gäu zuhören. Genau will er wissen, was die Leute bewegt. Das möchte er mit Hausbesuchen machen. Er sei weniger der „Um-5.30-Uhr-Flyerverteiler“, er will wissen, wo der Schuh drückt. Dazu braucht es Gespräche.
Fast schon demütig sagt er das. Und ich glaube, spätestens da hat er auch das Herz der Genossen gewonnen. Wer es gewöhnt ist, die Kinosäle zu füllen, einer, der vor Zigtausenden seine Comedy zum Besten gab, der zeigt sich hier, im Saal des „Löwen“ zu Freising, als zurückhaltender, bodenständiger Mensch.
Ein von der Politik – Gott sei Dank - ungeschliffener, aber ein Diamant in unseren Reihen. Er würde sich in Berlin einsetzen. Für uns alle im Wahlkreis Freising-Pfaffenhofen.
Christian Kienast

 

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