SPD fordert große Investitionsoffensive für Ausbau der Bahn-Infrastruktur

Veröffentlicht am 19.05.2019 in Presse

Zu viele Kurzstreckenflüge von und nach München.
29 Prozent der Flüge pro Jahr von und nach München sind Kurzstreckenflüge. Also Flüge zu Zielen in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Zu diesem Ergebnis führte eine parlamentarische Anfrage, die der SPD-Landtagsabgeordnete und Umweltexperte Florian von Brunn auf Anregung der Freisinger SPD und des Bürgervereins Freising an die Bayerische Staatsregierung gestellt hatte.

SPD-Stadtverbandsvorsitzender Markus Grill sieht sich bestätigt, dass gerade die daraus folgende unnötige Belastung für Klima, Umwelt und Feinstaub in Stadt und Landkreis beweise, dass eine 3. Startbahn nie gebaut werden kann und darf. „Wenn wir Umweltschutz wirklich ernst nehmen, hat sich das Thema spätestens dadurch erledigt, dass wir im Rahmen der CO2-Reduktion alle vorhandenen Verkehrsmittel auf den Prüfstand stellen müssen und werden, nicht nur KFZ und LKW“.Für die Freisinger Genossen ist dies ein weiterer Grund, endlich die Subventionierung von Flugbenzin europaweit zu beenden. „Kerosin muss genauso besteuert werden wie andere Kraftstoffe, damit klimafreundliche Alternativen nicht mehr benachteiligt werden“, fordert Grill. Kurzstreckenflüge würden dadurch erheblich reduziert werden, Flugbewegungen bereits mittelfristig wegfallen.In der Antwort auf den vorgelegten Fragenkatalog listet das bayerische Verkehrsministerium die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen (Personen und Fracht) an einem Durchschnittstag von und nach München auf. Das sind etwa nach Berlin 46, nach Düsseldorf 44, nach

Köln/Bonn 37, nach Hamburg 36 und nach Frankfurt 33. Auch die extrem kurze Strecke München-Nürnberg ist dabei mit immerhin 6 Flügen pro Tag auf der Liste vertreten.

Viele dieser Verbindungen werden laut Flughafen vorwiegend oder zum Teil von Transitpassagieren genutzt, die in München oder umgekehrt an anderen deutschen Flughäfen auf internationale Flüge umsteigen.Auch für Florian von Brunn, SPD-Landtagsabgeordneter, steht deshalb fest: „Diese Kurzstreckenflüge können und müssen aus Klimaschutzgründen so weit wie irgend möglich auf die Bahn verlagert werden!“ Denn gerade der Flugverkehr sei „ein Top-Klimakiller.“

Andreas Mehltretter, Kreisvorsitzender Freisinger SPD, fordert daher eine große Investitionsoffensive für den Ausbau der Bahn-Infrastruktur, die durch Einnahmen aus der Besteuerung von Flugbenzin finanziert werden könnte. Entscheidend sei neben der Attraktivität der Bahn das Preisverhältnis: „Es darf nicht sein, dass Fliegen billiger ist als eine ICE-Fahrt auf der gleichen Strecke!“

(Pressemitteilung vom 15. Mai 2019)

 

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