Rücktritt ohne Einsicht

Veröffentlicht am 02.03.2011 in Allgemein

Anfangs ist von "Kampagne" die Rede und von "Erbsenzählerei". Dann spricht Herr Guttenberg davon, "zweifellos Fehler" gemacht zu haben, lässt den Doktortitel (mit einem spöttisch-herablassenden "ich betone vorübergehend") ruhen und bestreitet jede Täuschungsabsicht.
Als Dutzende zum Teil seitenlange, plump abgeschriebene Teststellen belegt sind, gibt er an, die Arbeit noch einmal (zum wie vielten Mal?) gelesen zu haben, erkennt "Blödsinn" in seiner Arbeit und gibt den Doktortitel zurück, streitet aber weiter ab, seinen Doktorvater, die Wissenschaftsgemeinde und die Öffentlichkeit "bewusst getäuscht" zu haben.
Als die nachvollziehbare Kritik an seiner charakterlichen Eignung aus allen Richtungen immer weiter anschwillt, tritt Guttenberg schließlich doch zurück. Er spricht vom medialen Druck und seiner Verantwortung für die Soldaten im Einsatz, er lobt sich für sein selbstloses Bemühen um ein gut bestelltes Haus für seine Nachfolge (dieser Hang zu Unbescheidenheit und Selbstdarstellung zieht sich wie ein roter Faden durch beide Amtszeiten als Minister). Doch auch im Rücktritt fehlt die Einsicht in seine offenkundige bewusste Täuschung.

Was ich erschreckend finde, ist, dass Herr Guttenberg von seiner Partei wegen der Wählerstimmen unbekümmert wie ein Held zurück ersehnt wird, obwohl er keine Einsicht zeigt und auch noch keine Anstandsfrist verstrichen ist.
Wie unbarmherzig kann die Wertepartei CSU sein, wenn es um sozial Schwache, um Ausländer, um Flüchtlinge, um vermeintliche Schmarotzer geht - wie nachsichtig geht sie mit Herrn Guttenberg um ... von Wertepartei ist nicht viel zu spüren.

Nachtrag: Hätte Guttenberg gleich ungeschminkt und vorbehaltlos die Wahrheit gesagt (die er bis heute nicht wahrhaben will), wie man es von jedem Ertappten erwaten darf, wäre ihm der Rücktritt erspart geblieben.

 

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