Isar 1 abschalten: Wer es jetzt nicht kapiert ...

Veröffentlicht am 15.03.2011 in Umwelt

Viele Jahre wurde von den Einen gewarnt und von den Anderen beschwichtigt. Doch Katastrophen wie in Fukushima zeigen, dass man besser auf die Einen als auf die Anderen gehört hätte ...

Im Jahre 2002 wurde im Atomgesetz gegen starke Widerstände von CDU, CSU und FDP vom Deutschen Bundestag mit seiner Mehrheit aus SPD und Grünen der Atomausstieg beschlossen.
Seitdem bewegte sich Deutschland energiepolitisch in die richtige Richtung - weg von der hochriskanten und teuren Atomenergie mit ihrem auf Jahrtausende strahlenden Abfall hin zu den unerschöpflichen und praktisch risikofreien erneuerbaren Energien.

Im Herbst 2010 hat die schwarzgelbe Bundesregierung mit vorbehaltloser Unterstützung der bayerischen Staatsregierung diesen Atomausstieg rückgängig gemacht. Alle Mahnungen und Warnungen wurden in den Wind geschlagen. Selbst an so alten und nicht nachrüstbaren Meilern wie Isar 1 wurde unverrückbar festgehalten, obwohl so viele Menschen aus der Region Landshut und Freising ihren berechtigten Sorgen nachdrücklich Ausdruck verliehen. Immer wurde das Hohelied vom deutschen Sicherheitsstandard gesungen.

Angesichts der kaum fassbaren Katastrophe in mehreren japanischen Atomkraftwerken hat die Bundesregierung ein 3-monatiges Moratorium, eine "Atempause", verkündet und Überprüfungen "ohne Tabus" versprochen. Die bayerische Regierung kündigt die Stilllegung von Isar 1 an.

Wenn die Überprüfungen wirklich ohne Tabus stattfinden, können sie nur zu einem Ergebnis kommen: Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 zeigen, dass die Atomenergie lebensgefährlich und nicht beherrschbar ist. Es gibt kein vernachlässigbares Restrisiko, sondern so viele Unwägbarkeiten, dass ein Betrieb von Atomkraftwerken letztlich nicht verantwortbar ist.

Das Moratorium und die Stilllegungsabsicht für Isar 1 sind zu begrüßen.
Doch das Moratorium darf keine Hinhaltetaktik sein, keine Beschwichtigung für die anstehenden Landtagswahlen.

Aus dem Moratorium muss die Rückkehr zum alten Atomausstieg werden, aus der Stillegungsabsicht muss ein Stilllegungsvollzug werden.

Es ist jetzt nicht die Zeit für Rechthaberei, aber es wäre schön, wenn Union und FDP in Zukunft mehr auf die Sorgen und Wünsche der Menschen und weniger auf die Interessen der ihnen gewogenen Konzerne achten würden. Und kaum erträglich ist es, erleben zu müssen, wie jahrzehntelang eiserne Atombefürworter den Kritikern jetzt Wahltaktik vorhalten und zum Teil den Mund verbieten wollen.

 

Homepage Peter Warlimont

Kommunalwahl 2026

Alles Wichtige zu unseren Zielen und Kandidatinnen und Kandidaten zur Kreistags- und Landratswahl finden Sie hier:

Infos der SPD im Kreis Freising zur Kommunalwahl 2026

Wahlprogramm 2026

Unsere Ideen für den Landkreis, die wir in der nächsten Wahlperiode 2026–2032 umsetzen wollen – hier lesen:

SPD-Kreiswahlprogramm 2026-2032

Landratskandidat Jan Klose

Lehrer. Steuer- und Wirtschaftsfachmann. Cooler Typ. Erfahren Sie hier alles über unseren Landratskandidaten Jan Klose: www.jan-klose.de

Jan Klose

 

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Webseite der BayernSPD BayernSPD-Landtagsfraktion

Jusos Freising

Counter

Besucher:1065672
Heute:314
Online:1