
Wieder einmal ist der Hollerner See und dessen Gestaltung und Nutzung Streitpunkt in Eching.
von Dr. Jürgen Schechler
stellvertr. Vorsitzender SPD-Ortsverein
Beitrag für das Echinger Forum (Ausgabe Mai 2013)

Wieder einmal ist der Hollerner See und dessen Gestaltung und Nutzung Streitpunkt in Eching.
von Dr. Jürgen Schechler
stellvertr. Vorsitzender SPD-Ortsverein
Beitrag für das Echinger Forum (Ausgabe Mai 2013)
Die Grundstücke, auf denen die Therme geplantwar, sind aus dem Geltungsbereich des Zweckverbandes Hollerner See entnommen worden. Mit Recht fragen nun viele, was mit den Grundstücken geschehen soll: Wird weiterhin der seit vielen Jahren bestehende Plan aufrechterhalten, dass auch der dritte Abschnitt am See vom überörtlichen Erholungsflächenverein gestaltet wird? Oder wird doch noch, im Geheimen, mit einemInvestor ein großes Projekt geplant, gegen die Vorstellungen, dass der ganze See naturnah bleiben soll?
Der alte, neue Streit belegt für uns von der SPDEching vor allem das Unvermögen der Gemeindeleitung in Eching, mit Phantasie und Tatkraft und auf demokratischem Weg diesen Teil des Sees zu gestalten und die vielen Millionen, die für die Grundstückskäufe ausgegeben sind, sinnvoll zu nutzen. Wir habenseit Jahren dazu eine klare Position: Wir wollen am Hollerner See ein naturnahes und bürgernahes Gelände, das möglichst vielen Menschen – klein wie groß, jung wie alt – attraktiveMöglichkeiten bietet, zu allen Jahreszeiten dort in der Freizeit ungezwungen aktiv zu sein, Sport zu treiben, sich zu erholen. Dazu kann auch eine Gaststätte gehören, ein Biergarten…
Mit Fuß- und Radweg wird das Gebiet gut erschlossen. Eine Erschließung für PKW darf jedoch nicht fehlen, um der wachsenden Zahl an Älteren Rechnung zu tragen. Um es aber deutlich zu sagen, dieses riesige Areal im Norden des Hollerner Sees allein als naturbelassenes FKK-Gelände vor sich hin wuchern zu lassen, dazu ist uns dieser See zu schade.
Was müsste nun geschehen? Ganz sicher nicht, weiterhin einfach gestrickteBürgerbefragungen auf den Weg bringen, deren Ergebnisse dann kaum veröffentlicht werden.Sondern: Zuerst die Rahmenbedingungen für die Gestaltung des Sees im Gemeinderat diskutieren und festlegen. Dazu haben wir, siehe oben, schon seit geraumer Zeit unsereVorschläge vorgelegt. Anschließend müssen wir uns dieKompetenz einschlägiger Planungsbüros zu Nutze machen und einen beschränkten Wettbewerb für die Gestaltung der Flächen ausschreiben.
Diese Ergebnisse sollen den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und öffentlich diskutiert werden. Darauf aufbauend kann sich der Gemeinderat für einen Plan, der die besten Ideen bündelt, entscheiden. Und dann – und das ist uns ganz wichtig – soll dieserPlan den Bürgerinnen und Bürgern in Eching in einem Bürgerentscheid (Ratsbegehren)zur Abstimmung vorgelegt werden. Mit dem Überörtlichen Erholungsverein gilt es außerdem zu klären, in wie weit ein Engagement seinerseits im Rahmenunserer Gestaltungspläne in Frage kommt.
Warum legen wir so viel Wert auf einen Bürgerentscheid? Wir meinen, dass in Sachen Hollerner See schon soviel Glaubwürdigkeit verspielt worden ist, soviel Misstrauen da ist, dass die Gemeinde jetzt allen Bürgerinnen und Bürgern das Versprechen geben soll, dass die Bürgerschaft – und niemand anders – dasletzte Wort zu dem für Eching und die ganze Gegend so wichtigen Projekt haben soll.
Dann kann man damit rechnen, dass auch diejenigen wieder zu motivieren sind sich zu engagieren, welche die Planung„Hollerner See“ nur mehr für ein drastisches Beispiel verfehlter Politik halten.
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