Gut und in Würde leben

Veröffentlicht am 15.12.2016 in Senioren

Gut und in Würde leben - jetzt und auch im Alter. Das ist das Ziel für alle – für alte und junge. Werden wir es erreichen?

von Herbert Hahner    (Bild: Günter Havlena / pixelio.de)

Parteien und Verbände haben das Thema Rente entdeckt. Einige wollen das Renteneintrittsalter erhöhen. Herr Schäuble (Bundesfinanzminister) z. B. möchte uns bis 70 arbeiten lassen. Wer früher in Rente geht, muss dann halt mit entsprechenden Rentenkürzungen leben.

Unterstützt wird Herr Schäuble dabei von der ISNM (Initiative neue soziale Marktwirtschaft), einer, scherzhaft, Werbeagentur der Metallarbeitgeberverbände. In einer großangelegten Kampagne fordert die ISNM: „Keine Anhebung des Rentenniveaus!“, „Renteneintrittsalter erhöhen!“, „Lebensleistungsrente stoppen!“, „Ost-Renten kostenneutral angleichen!“.

Anders der DGB. Er wehrt sich massiv gegen eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters und fordert vielmehr eine Stabilisierung bzw. Erhöhung des Rentenniveaus. "Im reichen Deutschland sterben arme Männer rund elf Jahre früher als wohlhabende, bei Frauen beträgt der Unterschied rund acht Jahre", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Was macht die zuständige Ministerin? Sozialministerin Andrea Nahles hat ein Rentenkonzept vorgestellt, bei dem es zu keiner Erhöhung des Eintrittsalters kommt und mit dem sie Verbesserungen für Millionen Menschen verspricht. Für junge und alte. Unter anderem: ein Rentenniveau, das langfristig bei 48 Prozent stabilisiert werden soll.

Reicht das? Müssten wir nicht doch noch mutiger an die Sache heran gehen?

  • Wie steht es z. B. mit der Einbeziehung Selbstständiger? Im Alter sind sie derzeit überdurchschnittlich oft auf staatliche Unterstützung angewiesen.
  • Warum wird nur „die Arbeit“ zur Finanzierung der Rentenversicherung herangezogen? Kapitaleinkommen bleiben unberücksichtigt.
  • Brauchen wir wirklich eine Beitragsbemessungsgrenze? Macht es Sinn, dass die Gutverdienenden, also über der Beitragsbemessungsgrenze liegenden, anteilsmäßig weniger zahlen als die „Normalverdiener“?
  • Was ist mit den Staatsdienern? Warum zahlen öffentliche Arbeitgeber keinen Beitrag zur Rentenversicherung für ihre verbeamteten Mitarbeiter?

Viele Fragen! Vielleicht kann uns Klaus Barthel (MdB und AfA-Bundesvorsitzender) Antworten geben. Am Mittwoch den 01. Februar 2017 um 19:00 Uhr kommt er nach Eching ins ASZ.

 

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