Vortrag zur Geothermie - volles Haus im ASZ

Veröffentlicht am 09.02.2025 in Bundespolitik

Veranstaltung der SPD-Eching zum Stand der Geothermie

Etwa 60 Personen drängten sich am Donnerstag, den 06. Februar, in den Saal des ASZ. Eingeladen hatte die SPD den Bundestagsabgeordneten Andreas Mehltretter sowie Florian Stanko vom Bundesverband Geothermie (BVG) und Johannes Mahl vom Zweckverband Versorgungs- und Verkehrsbetriebe Eching-Neufahrn.

„Das Gelingen der Wärmewende entscheidet sich vor Ort in den Städten und Kommunen. Bei uns in Bayern wird dabei die Geothermie einen entscheidenden Beitrag für die Wärmeversorgung vor Ort liefern. Sie ist kostengünstig, erneuerbar, nahezu unerschöpflich und deswegen bestens geeignet die Grundlast der Wärmeversorgung zu stemmen“. So führte MdB Mehltretter, Energie-Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, in den Abend ein, um dann zu fragen: „Welche Chancen bestehen in der Nutzung von Erdwärme? Und welche Herausforderungen bestehen dabei? Wo können sich Kommunen Unterstützung für die Umsetzung der eigenen Vorhaben holen?“

Florian Stanko, Leiter Politik beim BVG, legte mit einem kurzweiligen Vortrag die Thematik dar, zeigte die Potentiale auf und erläuterte, was bisher deutschlandweit schon geschehen ist und welche Probleme zu lösen bzw. Herausforderungen noch zu bewältigen sind. Grundsätzlich sind, so seine Darstellung, die notwendigen Probebohrungen und dann auch die Errichtung einer Anlage der Tiefengeothermie für die potenziellen Betreiber eine hohe finanzielle Hürde. Langfristig überwiegen dann aber die Vorteile: Versorgungssicherheit, kleiner CO2-Fußabdruck, Unabhängigkeit von anderen Energieträgern.

Die Forderungen des BVGs an die Politik, so Stanko, wurden zum großen Teil schon in Gesetzesform gegossen, auch wenn durch den Bruch der Ampelkoalition einige Wünsche noch nicht realisiert werden konnten. Er sieht gute Chancen, dass auch der neue Bundestag die Thematik positiv angehen wird.

Über den Stand der Geothermie im Gebiet Neufahrn-Eching berichtete Johannes Mahl. Den örtlichen Claim haben sich die Gemeinden schon gesichert und mit den Stadtwerken München, die bereits mehrere Geothermieanlagen betreiben, gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit. Ziel ist, die bestehende Fernwärmeversorgung mithilfe der Tiefengeothermie weiter auszubauen. Konkrete Versuchsbohrungen sind allerdings noch nicht geplant. In Verbindung mit der kommunalen Wärmeplanung wird es im Sommer 2025 eine Übersicht geben, in welchen Ortsgebieten der nächste Fernwärmeausbau stattfinden wird bzw. wo zunächst kein Ausbau zu erwarten ist.

Als ausgesprochen fachkundig zeigten sich Teile des Publikums, sodass eine aufschlussreiche, sachlich fundierte Diskussion zustande kam. Selbst die Frage nach potenziellen Gefahren solcher Bohrungen in unserer Region wurde aus dem Publikum heraus verneint, mit klarer und auch für Laien verständlicher Sachdarlegung. In der Summe ein sehr gelungener Abend.

 

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