MVV-Tarifreform: Jetzt passt's!

Veröffentlicht am 02.02.2019 in Umwelt & Verkehr

Im Sommer wurde sie präsentiert, die MVV-Tarifreform. Einfacher, übersichtlicher und vor allem günstiger sollte der öffentliche Nahverkehr werden, gerade für Vielfahrer und Pendler. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die größten Profiteure der Tarifreform die Einwohner Münchens gewesen wären, während es für Pendler aus dem Umland deutlich teurer geworden wäre.

Ausgerechnet in Neufahrn hätte es die größten Preissteigerungen für Dauerkarten gegeben, dabei hatte der MVV doch das Gegenteil versprochen. So wäre eine Fahrt zum Hauptbahnhof mit der IsarCard (Wochenkarte) um 17% teurer geworden, manche Ausbildungstarife sogar um 20%. Der Widerstand ließ dann nicht lange auf sich warten. Immer mehr Kreisräte im Landkreis Freising erwogen, gegen die Reform zu stimmen und forderten Nachverhandlungen, so auch die der SPD. Auch Gemeinden im Landkreis München (z.B. Ober- und Unterschleißheim) wurden massiv schlechter gestellt.
Als Markus Söder dann als Köder vor der Landtagswahl einen kostenlosen ÖPNV ab 2030 in Aussicht stellte, for-derte die SPD Zuschüsse vom Freistaat für den MVV und zwar jetzt – nicht erst in zwölf Jahren.
Daraufhin wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Der Freistaat schießt jetzt 35 Millionen Euro jährlich zu, während vorher ausschließlich die Kommunen zahlen mussten. Außerdem wurden viele Gemeinden auf Zonengrenzen gelegt, sodass jetzt für eine Fahrt weni-ger Zonen gekauft werden müssen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In Neufahrn werden bis auf die Wochenkarten alle Tickets zum Hauptbahnhof günstiger – in der Spitze sogar um fast 20 Prozent. Einziger Wer-mutstropfen: Während Eching auf der Grenze zwischen der Zone 2 und 3 liegt, liegt Neufahrn ausschließlich in Zone 3, was angesichts des gemeinsamen Industriegebiets wenig nachvoll-ziehbar ist. Aus diesem Grund kam von Neufahrns Kreisrätin Beate Frommhold-Buhl die einzige Gegenstimme im Kreistag.
Am 15.12.2019 soll die Tarifreform in Kraft treten.

Autor: Victor Weizenegger

 

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