Informationsabend Kommunalunternehmen und Energieautarkie

Veröffentlicht am 13.02.2014 in Ortsverein

Zu einem Informationsabend über Kommunalunternehmen und Energieautarkie lud der SPD Ortsverein vor kurzem in den Alten Wirt. Hierzu hatte man Prof. Bruno Riemmelspacher aus Ismaning nach Hallbergmoos eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Konrad Friedrich, berichtete Bürgermeisterkandidat Stefan Kronner über den aktuellen Stand in Sachen Energieautarkie: Die solare Energiegewinnung in Hallbergmoos sei offensichtlich ausgereizt. Geothermie entsprechend den geologischen Karten nicht möglich. Biomasse als Co-Vergärung sei an der Kläranlage vorgesehen. „Die Windkraft aufgrund ist aufgrund der aktueller Planungen zum Mindestabstand, der Flughafennähe sowie der geringen Windmächtigkeit unrealistisch“, meinte Kronner. Die Nahwärme habe sich reduziert auf einige wenige Gebäude im Ortszentrum.

Momentan bleibt nur die Beteiligung an Windkraft andernorts. Ein entsprechender Antrag der SPD Fraktion wurde mit 15:3 angenommen, wie Friedrich erläuterte.

Über die Vorstellungen der SPD zu einem Hallbergmooser Kommunalunternehmen (KU) berichtet dann Kronner weiter. Zuerst müsse man eine geeigneten Rechtsform finden. „Da könne man ja nach Ismaning schauen“, so Kronner, „wo das alles schon hervorragend funktioniert.“ Zuerst sollte die Abwasserbeseitigung in das KU, da dies eine überschaubare Einheit sei und demnächst „Energieproduzent“. Das KU solle dann Möglichkeiten regenerativen Energiegewinnung klären und zusammen mit Bevölkerung und Gemeinderat ein langfristiges Energiekonzept aufstellen. Mittelfristig könne dann eventuell auch der Bauhof oder die Liegenschaftsverwaltung (Sportpark) dazukommen. „Ziel ist“, so Kronner, „den Energie-Autarkiebeschluss umzusetzen und die Verwaltung zu entlasten.

Prof. Bruno Riemmelspacher referierte anschließend über die Gemeindewerke Ismaning. Sie bilden das Gerüst für mehrere Kommunalunternehmen. Die Gemeindewerke selber kümmern sich zum Beispiel um die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Weitere Unternehmen gibt es für die Geothermie, die Strom- und Gasversorgung. Auch das Ismaninger Stromnetz gehört im Rahmen einer Beteiligung zu rund 75 % den Ismaninger Bürgern. Die Gemeinde Ismaning ist über ihre Kommunalunternehmen an Innkraftwerken mit ca. 18 Millionen Euro sowie mit mehreren Millionen Euro an Windparks in Brandenburg und der Oberpfalz beteiligt.

Begonnen habe man in Ismaning schon früh. So war die Wasserversorgung schon immer in der Hand der Gemeinde. In den 1970-er Jahren sei dann das Abwasser dazugekommen. 1989 habe der Prozess rund um das Thema Energie begonnen.

„An der rechtlichen Ausstattung der Kommunalunternehmen“, berichte Kronner, „war Prof. Bruno Riemmelspacher maßgeblich beteiligt.“ Ist er doch an der juristischen Fakultät der LMU tätig, mittlerweile als entpflichteter Professor. Auch ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes für seine juristische Arbeit. „Es kann also gut sein“, so Kronner zum Schluss“, „dass bei dir nach der Wahl das Telefon klingelt damit wir uns noch weitere Tipps holen.“

 

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