Bessere Regionalbahnverbindungen und Ausbau der Bahnstrecke nach München – Anfrage der SPD an Verkehrsministerium

Veröffentlicht am 27.05.2020 in Umwelt & Verkehr

Wie unterstützt der Freistaat den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis Freising? Das wollte der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn mit einer Anfrage in Erfahrung bringen, die er in Zusammenarbeit mit dem SPD-Kreisverband an das Staatsministerium für Wohnen, Bauen und Verkehr gerichtet hatte.

Während der Busverkehr hauptsächlich in der Zuständigkeit des Landkreises liegt, trägt die Staatsregierung insbesondere bei den Bahnverbindungen die Verantwortung. Von Brunn und die SPD wollten etwa wissen, wie die Schließung der Taktlücken der Regionalbahnverbindung am Wochenende und abends möglich sei. Das Verkehrsministerium erklärte erfreulicherweise, dass ab Dezember 2024 die Regionalbahnen auch abends und am Wochenende im Stundentakt verkehren werde. Mit der zweiten Stammstrecke, also voraussichtlich ab 2028, solle die Regionalbahn in eine Regional-S-Bahn umgewandelt werden, sodass dann „alle Stationen zwischen Landshut und Freising stündlich umsteigefrei mit der Münchner Innenstadt verbunden“ würden. Bereits ab Ende 2021 werden Taktlücken des Donau-Isar-Expresses geschlos-sen, sodass am Abend die Anbindung Moosburgs verbessert wird.

Auch die Bahnstrecke zwischen München und Freising selbst ist durch die Vielzahl an Zügen stark ausgelastet, was zu häufigen Verspätungen führt. Von Brunn wollte dazu eine Auskunft, für welche Lösungen sich die Staatsregierung beim Bund stark machen will, der für den Ausbau von Bahnstrecken zuständig ist. Derzeit liefe dazu eine Untersuchung, die eventuell noch dieses Jahr Ergebnisse liefern könne, so das Verkehrsministerium. Eine Machbarkeitsstudie hätte 2017 bereits eine Neubaustrecke zwischen München–Laim und Neufahrn untersucht, die „im dicht bebauten Stadtbereich unterirdisch und im mittleren bis nördlichen Bereich oberirdisch und weitgehend parallel zur Autobahn A92 verlaufen“ könnte, aber „sehr kostenintensiv“ sei.

Andreas Mehltretter, SPD-Kreisvorsitzender, erklärte zu den Auskünften des Verkehrsministeriums: „Es ist erfreulich, dass insbesondere auf der Schiene Verbesserungen beim öffentlichen Nahverkehr für den Landkreis Freising geplant sind. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Bahnstrecke nach München mit einem Gleis-Bypass entlang der A92 endlich ausreichend Kapa-zitäten erhält für einen störungs- und verspätungsfreien Betrieb. Die Verbesserungen bei der Regionalbahnverbindung sind wichtig für Marzling und Langenbach. Eine spätere Umwandlung in eine Regional-S-Bahn darf aber für Pendler*innen nicht dazu führen, dass sich die Fahrtzeit der umsteigefreien Verbindung wegen vieler Halte zwischen Freising und München verlängert.“

 

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